Männer und ihr Hobby - ein Welttheater
Welturaufführung
In Koproduktion mit dem Hans Otto Theater Theater Potsdam und dem FITs Stuttgart
Fotos: Jörg Metzner
VOTUM DER AUSWAHLKOMMISSION (Festival Augenblickmal Berlin)
Hier wird das Hobby zum Fest und Männer zu Akteuren: Dirk und Uwe sind Perfektionisten. Der Umgang mit der Modelleisenbahn unterliegt strengen Ritualen und soll auch Spaß machen - Hauptsache, alles bleibt unter Kontrolle! Jede Weiche kann zum Prüfstein der Freundschaft werden, doch man kennt sich und jeder Zug sein Gleis.
Diese Mischung aus Pedanterie und schalkhaftem Genuss sucht nicht vordergründig die Nähe seines Publikums, die Figuren sind zunächst, was sie sind: Friemler und Pantoffelhelden. Jedoch entwickelt die Regie über das filigrane Timing jeder Geste, jedes Wortes eine Urkomik, die nie zu Lasten der Figuren geht, im Gegenteil ihnen ständig neue Sympathien zuträgt.
Der Verkehr schnurrt, Uwe und Dirk wagen sich nun an die Personenbeförderung. Thomas rollt in den Miniaturbahnhof, mit Tante Kunjä und Hoppelpoppel. Doch im neuen "Häuserchen", wo der Vater wartet, ist Hoppelpoppel nicht mehr dabei! Vergessen im Zug (Von Dirk! Oder Uwe?). Fährt allein Richtung Warschau. Thomas schläft nun wohl nie mehr. Berlin muss es retten. Vater zieht aus, einen neuen Hoppelpoppel zu besorgen.
Die wachsende Dramatik ihrer Geschichte treibt die beiden in einen virtuosen Reigen darstellerischer Kunst. Material, Mensch und Maschinen behaupten einen wahren Kosmos großstädtischen Lebens. Dabei gelingt Peter Müller und Pierre Schäfer mit großem handwerklichen Können die scheinbar mühelose Verknüpfung von dramatischem Figurenspiel, Materialanimation und Kommentarebenen zu einer rasanten Erzähltheaterform, die sorgsam Räume für das Miterleben ihres Publikums lässt.
Auf dem Höhepunkt des Geschehens verstößt Uwe gegen die Spielregeln. Anstatt den mühsam eroberten Hoppelpoppel zu Thomas zu bringen, verschenkt ihn der Uwe-Vater an einen kleinen Hoppelpoppel-Liebhaber im Zug. "Das erklär' du mal dem Thomas!" Dirk ist sauer und Uwe den Tränen nah. Gerade als der Uwe-Vater mit der traurigen Nachricht ans Häuserchen tritt, pufft es und ein Zug aus dem Osten naht. Dirk spielt wieder mit und aus dem kleinen Unglück wird ein großes Glück! Die Verquickung der beiden Darstellungsebenen ist geglückt und die Geschichte im Finale.
Dass Steckenpferde, bevorzugt die von Männern, dazu neigen, ein Eigenleben zu entwickeln, und sich die Beteiligten ihre eigene kleine Gegenwelt im Hobbykeller bauen, ist weithin bekannt. Die Chance, dieser Gegenwelt im "Schöpfungsakt" der Modelleisenhahnbauer auch noch Züge der Wirklichkeit zu verleihen, nutzt diese Inszenierung auf das Trefflichste.
Eine Produktion vom Theater Handgemenge: Peter Müller und Pierre Schäfer
Idee: Peter Müller
Inszenierung: Produktionsteam
Erzählung: Hans Fallada
Regie: Markus Joss
Ausstattung: Christian Werdin
Ton: Peter Müller
Kindervorstellung: ca. 70 Minuten
Erwachsenenvorstellung: ca. 80 Minuten
Max. Zuschauerzahl 250
techn. Bedingungen:
6x6m, mind. aber mind. 5x5m Spielfläche
Raumhöhe mind. 2,80m, besser höher
ansteigende Sitzreihen, bei leichter Steigung 0,50m hohes Bühnenpodest
max: 200 Zuschauer ab 6 Jahren, oder 250 für Erwachsene
Beleuchtungseinrichtung durch Veranstalter erforderlich
Details siehe Technikrider
Sprachen: Deutsch . Englisch . Untertitel Französisch . Simultanübersetzung möglich
Musikbesispiel
Technikrider, Fotos, Material
Preise
2002-2003
"Höchste Eisenbahn" kommt von 420 in Betracht gezogenen Aufführungen unter die 10 herausragenden Inszenierungen aus ganz Deutschland und bekommt die Nominierung zu den "Traumspielen" 2002
"Höchste Eisenbahn" erhält Nominierung zum 7. Deutschen Kinder-und Jugendtheater-Treffen
"Augenblickmal" nach Berlin
Februar 2005
Prix des Régionales à Momix 2005
August 2005
Das Theater Handgemenge vertritt mit der Inszenierung "Höchste Eisenbahn" Deutschland beim
"EU Theatre Arts for Children and Young People Festival 2005 in a vertical tour of Japan" und "Deutschland-in-Japan 2005/2006" in Tokio, Kagoshima, Okinawa und Tottori
Oktober 2005
Gastspiele in Irland beim Dublinfestival, in Galway und Castlebar
Gastspiele bisher in:
Frankreich, Polen, Dänemark, Ungarn, Belgien, Schweiz, Österreich, Serbien, Schottland, England, Kanada, Japan
Dank an Ernst Paul Lehmann Patentwerk Nürnberg . Deutsche Bahn AG
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